Über Organspende

Das Thema «Organspende und Transplantation» bewegt die Gemüter, denn es fordert uns heraus, uns eine Meinung zu bilden und eine Entscheidung zu treffen.

Seit den 50er Jahren hat sich die Organspende etabliert, denn es wurden und werden in der Medizin grosse Fortschritte gemacht. Dank dieser Fortschritte können heute verschiedene Organe transplantiert werden. Am häufigsten werden Nieren, Leber, Lungen und Herz transplantiert, aber auch Pankreas und Dünndarm. Unter einer Transplantation versteht man die Übertragung von funktionierenden Organen oder Geweben eines Spenders auf einen Empfänger. Ob diese gelingt, hängt von drei Faktoren ab: erstens von der Gewebeverträglichkeit, zweitens von der Ischämiezeit (Zeit, in welcher das Organ nicht durchblutet ist) und drittens von der medikamentösen Unterdrückung der Abstossung, mit welcher das Immunsystem auf fremdes Gewebe reagiert. Wenn die Transplantation erfolgreich verläuft, berichten Organempfänger von einer deutlich besseren Lebensqualität. Dennoch gibt es Menschen, die sagen: ich würde niemals Organe spenden, wenn ich tot bin. So klar dagegen sind die wenigsten. Umfragen zeigen, dass der Grossteil der Schweizer Bevölkerung grundsätzlich sagt: ich bin für das Spenden. Leider sind aber nach wie vor zu wenige Menschen bereit, ihren Willen mit einer Organspende-Karte kundzutun: Denn durchschnittlich stirbt an jedem zweiten Tag ein Mensch aufgrund von Organmangel.